Was ist Design Thinking?

Was ist Design Thinking?

Posted by dtkids | 25. Februar 2016 | Workshop Blog
methode

Design Thinking ist eine Methode um knifflige Probleme in der Gruppe zu lösen. Das können neue Dinge, wie eine bessere Schultasche, aber auch ein Service, wie der Essensautomat oder ein Ereignis, wie das Sommerfest sein. Die Idee ist, dass man in einer Gruppe besser und schneller arbeitet, weil jeder etwas anderes gut kann. Der Erste kann vielleicht gut analysieren, die Zweite hat super Ideen und die Dritte ist ein Organisationstalent. Wenn man dann noch jemand hat, der gerne bastelt, dann ist man schon viel besser ausgerüstet als ein Einzelkämpfer.

Beim Design Thinking steht der Mensch im Mittelpunkt, darum wird es auch „human centered design“ genannt. Design macht man für andere – dafür ist es wichtig, dass man sich in die Perspektive eines Anderen reindenkt. Durch Beobachtung, Eigenexperimente, Interviews oder Testen kann man herausfinden, was der Andere eigentlich will oder braucht. Das können zwei verschiedene Dinge sein!

Am Ende dieser Recherche Phase kann man oft schon eine bessere Ausgangsfrage formulieren. Denn nur wenn die Frage gut ist, kann die Antwort es auch sein. Wir haben mit der Frage angefangen: Wie können wir unsere Schule noch toller machen? Von da aus kamen wir zu: Wie können wir den Hunger der BBS Schüler stillen? Und dann zu: Wie können wir einen Essenautomaten für die BBS bauen? Und dann wurde es immer konkreter: Woher kriegen wir einen gebrauchten Automaten? Was soll da rein? Wie heisst er? und so weiter und so weiter. Im Laufe des Designprozesses tun sich immer neue Fragen auf, auf die man erst kommt, wenn man schon mitten drin steckt.

Darum baut man im Design Thinking so schnell wie möglich Prototypen. Das sind Modelle die eine Idee sichtbar machen. Prototypen können Zeichnungen sein, oder einfache Storyboards mit Strichmännchen, sie können aus Pappe gebaut sein oder später auch aus den „richtigen“ Materialien. Das Nützliche an Prototypen ist nicht nur, dass man durch sie auf die richtigen Fragen stößt, die man beantworten muss, sondern auch, dass man Anderen seine Ideen zeigen kann.

Wie der Andere auf den Prototypen reagiert, ist ein wichtiger Test. Es geht dabei nicht darum ob eine Idee gut oder schlecht ist, sondern was daran funktioniert und was nicht. Wenn man beim Testen gut zuguckt und -hört, weiß man danach wie man weiterarbeiten kann.  Der Moment, in dem man beim Marshmallow Challenge den Marshmallow oben auf den Spaghetti Turm setzt, ist auch ein Test. Und wie beim Marshmallow Challenge wird man wahrscheinlich immer wieder neue Prototypen bauen, bis es endlich klappt. Das nennt man einen „iterativen“ Prozess, weil man nicht gerade auf ein genaues Ziel hinarbeitet (das kennt ja noch keiner!), sondern sich dem Ziel mit immer neuen Prototypen nähert. Bis man das Gefühl hat – jetzt passts!

Die Design Thinking Methode hat ihren Ursprung in der Forschung von verschiedenen Denkern an der Stanford University und Machern der Produktdesign Firma IDEO in Kalifornien. Designer haben natürlich immer schon irgendwie so gearbeitet! Aber sie haben ihre Arbeitsweise nicht so genau definiert und mit anderen geteilt, damit die mitmachen können. Inzwischen arbeiten auch viele Unternehmen mit Design Thinking. Mehr Informationen zu Design Thinking findet man auf der Webseiten der d_schools in Stanford und Potsdam, wo man Design Thinking auch studieren kann und natürlich auf Wikipedia in deutsch und etwas ausführlicher auf der englischen Wikipedia Seite.

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